Das Hammerargument aller Theisten gegen den Atheismus ist, dass mit dem Wegfall einer obersten (strafenden) Instanz uns alle Moral abhanden komme und nur mit einem Gott objektive Moral zu begründen sei.
Der ganze Unsinn beginnt nur schon mit der objektiven Moral des “wahren” Gottes. Selbstverständlich kann dies ein Gläubiger nicht einsehen – er geht immer davon aus, dass sein Gott der einzig wahre ist und setzt dessen Regeln als objektiv wahr voraus.
Nur ist dies natürlich schon eine subjektive/relative Entscheidung: Welchen Gott hast du dir gewählt? Ist dir klar, dass man auch einen anderen sogenannten “wahren” Gott wählen und dessen – andere – Regeln als “objektiv” wahr annehmen könnte?
Die Präsenz von vielen verschiedenen Religionen auf der Erde degradiert jede “objektive” Moral zum vornherein zur lediglich subjektiven/relativen Moral.
Aus atheistischer Perspektive ist das alles natürlich mehr als lächerlich – objektive Moral gibt es einfach nicht. Und die Sorge der Theisten, dass “ohne Gott alles erlaubt sei” – ist noch um einiges lächerlicher: Denn offensichtlich ist auch umgekehrt “alles erlaubt” (der Gottesglaube hinderte noch keinen Priester daran ein Kind zu missbrauchen…).
Interessanterweise hält sich der christliche Gott auch nicht an eine “objektive Moral” – er ändert seine eigenen Regeln ganz nach belieben: Ist es nach dem 5. Gebot (du sollst nicht töten) nun schlecht und IMMER verboten jemanden zu töten? Oder gibt es doch RELATIVE Auslegungen? Gott selbst jedenfalls ruft auch weiterhin zu Mord und Totschlag gegen Andersgläubige auf…
Ich finde es aber durchaus verständlich, dass man als Theist dies nicht ohne Weiteres einzusehen vermag Weiterlesen →