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Am 14. Dezember 2011 tritt die Vereinigte Bundesversammlung für die Erneuerungswahl des Bundesrats zusammen. Die Kräfteverhältnisse haben sich etwas verändert, die SVP hat noch eine offene Rechnung mit Bundesräten Widmer-Schlumpf doch ihr Favorit Zuppiger musste aus dem Rennen genommen werden und die FDP hat mit Schneider-Ammann den schwächsten Bundesrat im Spiel: Spannung ist garantiert – sogar wenn eventuell alles beim alten bleibt.
Wie sieht die Vereinigte Bundesversammlung aus, welche Grösse haben die Parteien? Hier eine Übersicht:
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Am 14. Dezember wird die SVP aber nur mit 58 Parlamentarier vertreten sein – der (gewählte!) Schwyzer Ständerat Föhn darf nicht Weiterlesen
Als erstes wollte ich wissen, ob und wie sich das Machtgefüge der Parteien bezüglich der totalen legislativen Macht verschoben hat. Dazu meine altbekannte Rechnung: Je 50% der Macht haben der Ständerat und der Nationalrat inne (ein Sitz des Ständerats entspricht also 1 x 100 / 46 = 2.174% Anteil des Ständerats und dies entspricht dann 2.174%/ 2 = 1.087% Anteil der totalen legislativen Macht; analog der Nationalrat: 1 x 100 / 200 = 0.5% Anteil des Nationalrats pro Sitz, entspricht 0.5% / 2 = 0.25% Anteil der totalen legislativen Macht). Den Artikel mit Diagramm zur Parteimacht nach den Wahlen 2007 findet ihr hier: #42.
Zwar hat sich Kyriacou kürzlich über diese Rechnung ausgelassen und sie als inhaltslose Zahlenakrobatik abgetan, trotzdem habe ich mir wieder eine solche Übersicht gebastelt. Konkret sagt die Zahl tatsächlich kaum etwas aus, sie verdeutlicht aber eindrücklich, dass winzige Parteien mit winzigem Wähleranteil (z.B. die CVP…) effektiv sehr mächtig sind – dem Ständerat sei Dank…
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Man sieht es hat sich mächtig was geändert. Neu hat die SP die CVP von der ersten Position verdrängt und die SVP rutschte Weiterlesen
Der Vollständigkeit wegen habe ich auch noch den neuen Ständerat als zwei Säulendiagramme dargestellt. Für Schweizer Verhältnisse kam es doch zu recht grossen Verschiebungen – insbesondere die SP gewinnt durch die neuen Sitze im Ständerat einiges an Bedeutung im Parlament. Nach wie vor werden Mehrheiten aber immer noch durch die Mitteparteien gefunden.
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Für die Bundesratswahlen am 14. Dezember 2011 Weiterlesen
Ich hoffe die kleineren Parteien stimmen nun endlich auch! Die Waadt liess unendlich lange auf sich warten…
Eine erste Übersicht zum Wahlresultat des Nationalrats. Gezeigt wird mit der linken Säule das Wahlergebnis 2007, die rechte Säule das Neue von 2011; die mittlere Säule schliesslich stellt den Zustand des Nationalrats im April 2011 vor den Wahlen dar – weil es zu beträchtlichen Änderungen schon während der Legislatur kam.
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Hier ein Schlüssel für die Parteinamenkürzel (wobei ich mir bei den Bindestrichen nicht wirklich sicher bin…).
SVP – Schweizerische Volkspartei
SPS – Sozialdemokratische Partei Schweiz
FDP – Freisinnig-Demokratische Partei
CVP – Christlichdemokratische Volkspartei
GPS – Grüne Partei Schweiz
GLP – Grünliberale Partei
BDP – Bürgerlich-Demokratische Partei
EVP – Evangelische Volkspartei
LEGA – Lega dei Ticinesi
CSP – Christlich-Soziale Partei
MCR – Mouvement Citoyens Romands
EDU – Eidgenössisch-Demokratische Union
PdA – Partei der Arbeit
LPS – Liberale Partei Schweiz
Der neue Nationalrat sieht also in der Übersicht wie folgt aus:
Morgen (23. Oktober 2011) ist also der grosse Tag: Die Parlamentswahlen 2011 finden statt. Dabei hat der grösste Teil der Bevölkerung – auch ich – wohl schon per Brief gewählt.
Ich habe mich an meine Vorgabe gehalten und nur Personen auf meine Liste geschrieben, welche sich auch bei der Wahlhilfe smartvote.ch beteiligt haben. Sogar bei den gesetzten Alterslimiten konnte ich mich an meine Ansage halten: Der Durchschnitt liegt bei mir bei 31.4 Jahren, der älteste Politiker bringt es bei mir auf junge 45 Jahre.
Versagt habe ich aber beim Frauenanteil. Ich hatte mir vorgenommen mindestens einen Drittel der Plätze für Frauen einzusetzen – doch ich habe es bloss auf gut 20% geschafft. Das Problem war bei mir der Frauenmangel in den von mir bevorzugten Listen.
Ich habe meine Wahl also durch eine harte Vorbedingung eingeschränkt: Nur Politiker die auf smartvote.ch ihre Antworten öffentlich bekannt geben. Somit ist die Beteiligung der Politiker an Smartvote entscheidend – dann wollen wir mal schauen wie hoch diese Beteiligung dieses Jahr war!
Von total 3473 Kandidaten in der Schweiz sind 2909 auf Smartvote vertreten, dies entspricht 84% und scheint mir schon mal ein ziemlich guter Wert zu sein (alle Zahlen von smartvote.ch hier). Dabei ist letzlich eine möglichst gleichmässige Verteilung der Parteien innerhalb der Wahlkreise entscheidend. Aber schauen wir uns erst einmal die Beteiligung in den Kantonen (= Wahlkreisen) an.
Peinliches Schlusslicht bilden die Hinterwäldler-Kantone Ob- und Nidwalden; Weiterlesen
Ein Ausschnitt aus Hubert Schleicherts Buch „Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren – Anleitung zum subversiven Denken.“
Subversives Argumentieren
Hier liegt der Ansatzpunkt für einen anderen Typus argumentativer Auseinandersetzung, wir wollen ihn das subversive Argumentieren nennen. Der Aufklärer kann nachholen, was in der Kindheit und Jugendzeit versäumt oder verhindert wurde: eine breitere, genauere Information über die landesübliche Ideologie, eine umfassendere Darstellung ihrer Probleme, Seltsamkeiten, Abstrusitäten und der Alternativen zu ihr, das Aufzeigen anderer Denkmöglichkeiten. Der Aufklärer verbindet damit die Frage: Wenn du das alles in vollem Umfang gewusst und gesehen hättest, hättest du dich dann genauso entschieden? Nicht die (immer angreifbaren) Resultate der internen Kritik, nicht das nichts beweisende Predigen einer Gegenideologie bilden die wirksamen Waffen der Aufklärung, sondern das Vorbringen von unangreifbaren, weil wahren, Sätzen über die attackierte Ideologie. Der Aufklärer braucht über seinen Gegner keine böswilligen Erfindungen auszustreuen, und er darf das auch nicht. Der Aufklärer darf auch nicht mit logischen Tricks arbeiten und so tun, als könne er die gegnerische Ideologie „widerlegen“. Ideologien lassen sich nicht widerlegen. Weiterlesen
Was mag ich eigentlich nicht an den Geisteswissenschaften? Warum ertappe ich mich selber bei Gedanken wie „… letztlich ist das ein unnützes Pack.“ ? – Man möge mir meine naive Ehrlichkeit und Offenheit hier nachsehen.
Zu einem sehr grossen Teil ist es wohl der pure Neid welcher aus mir spricht. Ganz ähnlich wie ich grosse Pianisten beinahe schon hasse – einfach weil sie so übermenschlich gut (im Sinne von „versiert“) sind. Ja ich beneide vor allem die sprachlichen Qualitäten dieser Leute. Sie produzieren (im besten Fall) Texte wie eine Symphonie; Texte mit Aufbau, durchkonstruiert, logisch zwingend, sprachlich monumental (oder süffig-elegant) die mitreissen und begeistern, die im Idealfall überzeugen. Weiterlesen
Vor einiger Zeit habe ich mich als Fan der online Wahlhilfe smartvote.ch geoutet. Noch immer kenne ich nichts vergleichbares oder gar besseres als Orientierungshilfe im Wahlgeschäft. Als ich smartvote vor den letzten Parlamentswahlen entdeckt habe war ich wirklich begeistert und erleichtert ein Instrument in die Hand zu bekommen, um meine Überzeugungen ganz konkret mit jenen der Kandidaten zu vergleichen.
Vor smartvote wählte ich – wie vermutlich beinahe alle Schweizer – nach Partei-Image und Sympathien für gewisse Politiker. Weiterlesen
Heute will ich versuchen meine Position und Gedanken zur SVP festzuhalten – spontan und so locker wie möglich.
Ich bin kein Fan der SVP. Auch ärgere ich mich hin und wieder über die dämlichen Plakate (und finde die Plakatverhunztexten eine sehr witzige und kreative Protestidee) und besonders nervt mich die betonte bis bemühte Volkstümlichkeit.
Viele Plakate fand ich zwar grenzwertig, doch im Rahmen der Meinungsfreiheit sollte es auch möglich sein kontroverse Plakate aufzuhängen. Bei jenen Plakaten, auf welchen anderen Parteien perverse Motive unterstellt werden sehe ich dies aber anders. Wie kann es legal sein zu sagen: „Linke und Nette wollen, dass xxx weiter vergewaltigt!“ ? Hier finde ich, man hätte die SVP anzeigen sollen* – es ist schliesslich eine Lüge die über andere verbreitet wird – niemand „möchte“ dass jemand vergewaltigt wird.
Die bemühte Volkstümlichkeit nervt mich auch tödlich. Immer müssen sie „hemdsärmlig“ rumlaufen und dann auch noch hemdsärmlig und möglichst ungeschliffen sprechen – manchmal ist das ja ok, auf die Dauer aber nervig und langweilig. Auch die dauernde Selbstinszenierung als „Mann aus dem Volk“ – oft auch noch bewusstes „sich dumm stellen“ ödet mich an und macht mich auch als Schweizer verlegen. Die Volkstümelei wirkt vielfach aufgesetzt – unbedingt will man die SVP-Evergreens „…das geht auf keine Kuhhaut!“ oder „… das schläckt kei Geiss weg!“ vor der Kamera los werden, in Foren ist der SVP-Fan an peinlichen Zurechtweisungen wie „…erst denken, dann schreiben!“ und vielen Ausrufezeichen (!!) zu erkennen.
In Diskussionsrunden auf SF frage ich mich des öfteren auch, ob sich die SVPler nur dumm geben oder tatsächlich auch nicht so helle sind. Andere Teilnehmer versuchen nämlich eine Diskussion am laufen zu halten und auf Argumente ernsthaft einzugehen – allein bei der SVP sehe ich ständig nur ein dumpfes Herunterleiern der Parteistandpunkte und einiger wenigen Schlagworte (machen andere Parteien auch, nur die SVP hält sich besonders strikt an die Anweisungen ihrer Medienberater).
Aber eigentlich sind das alles nur Nebensächlichkeiten. Weiterlesen
Quelle: http://imgur.com/r/pics/eU20z
Der Artikel ist etwas trivial und dient hauptsächlich als Gedächtnisstütze für mich selbst – vielleicht ist anderen auch damit gedient…
Konfessionslose sind Atheisten?
- Nein; auch Agnostiker, Theisten oder Esoteriker können konfessionslos sein.
Konfessionslose umfassen auch Freikirchler?
- Nein; schliesslich bekennen sich die Freikirchler zu ihrer Freikirche – ihrer Konfession.
Konfessionslose sind Laizisten?
- Vermutlich ja, jedoch nicht zwingend. Weiterlesen
Wieder einmal bin ich viel zu spät dran, aber geposted muss es dennoch werden. Für die diesjährigen Wahlen am 23. Oktober 2011 gibt es im Kanton Zürich zum ersten Mal eine Liste mit konfessionslosen Politikern!
Hier ihre Website: konfessionslose.ch, Twitter: #!/konfessionslose
Das ganze findet unter Federführung von Andreas Kyriacou, dem Präsidenten der Zürcher Freidenker, statt.
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Es freut mich selbstverständlich, dass es nun eine solche Liste gibt. Doch ich zweifle an der Wählbarkeit der Liste Weiterlesen