Ich hoffe die kleineren Parteien stimmen nun endlich auch! Die Waadt liess unendlich lange auf sich warten…
Eine erste Übersicht zum Wahlresultat des Nationalrats. Gezeigt wird mit der linken Säule das Wahlergebnis 2007, die rechte Säule das Neue von 2011; die mittlere Säule schliesslich stellt den Zustand des Nationalrats im April 2011 vor den Wahlen dar – weil es zu beträchtlichen Änderungen schon während der Legislatur kam.
-> Grafik anklicken und man kann alles entziffern!
Hier ein Schlüssel für die Parteinamenkürzel (wobei ich mir bei den Bindestrichen nicht wirklich sicher bin…).
SVP – Schweizerische Volkspartei
SPS – Sozialdemokratische Partei Schweiz
FDP – Freisinnig-Demokratische Partei
CVP – Christlichdemokratische Volkspartei
GPS – Grüne Partei Schweiz
GLP – Grünliberale Partei
BDP – Bürgerlich-Demokratische Partei
EVP – Evangelische Volkspartei
LEGA – Lega dei Ticinesi
CSP – Christlich-Soziale Partei
MCR – Mouvement Citoyens Romands
EDU – Eidgenössisch-Demokratische Union
PdA – Partei der Arbeit
LPS – Liberale Partei Schweiz
Der neue Nationalrat sieht also in der Übersicht wie folgt aus:
Bei den Blöcken bin ich meiner alten Darstellung treu geblieben – die Pole “links” und “rechts” sind wohl auch nach anderer Gewichtung korrekt (“rechts” entspricht wohl eher “national-konservativ”). Doch auf “die neue Mitte” habe ich bewusst verzichtet – wichtiger war es mir die “konservativen” Kräfte (~ “christlich-konservativ”) von den mehr oder weniger “liberalen” Positionen abzutrennen.
Wegen dem Wahlsystem (jeder Kanton für sich alleine als Wahlkreis) kommt es zu paradoxen Effekten. Am deutlichsten ist dies bei der SP zum Vorschein gekommen: Trotz geringerer Wählerstärke in der ganzen Schweiz gewann die SP gegenüber 2007 ganze drei Mandate dazu (und hält nun neun(!) Mandate mehr, als es ihr vom Wähleranteil her zustehen würde). Ebenso fällt bei den beiden Jungstars – der BDP und der GLP – auf, dass sie trotz gleicher Wählerstärke unterschiedliche Anzahl Mandate gewonnen haben. Mit dem Problem hat sich Philippe Wampfler kürzlich auf seinem Blog befasst. Generell werden grosse und in allen Kantonen vertretene Parteien vom System bevorteilt – kleinere Parteien bekommen weniger Mandate, als ihnen vom Wähleranteil her zustehen würden.
Grafisch illustriert sieht man die Diskrepanz zwischen gesamtschweizerischer Wählerstärke und gewonnen Mandaten hier:
Es folgen alle Grafiken noch als einzelne Bilder (bedient euch!).











