#117 Gemorphte Karte – Schweizer Krebstumor erkannt: Krasse Übervertretung visualisiert


UPDATE!
Alle Karten wurden durch aktuellere ersetzt und die Verzerrung mit grösserem Rechenaufwand neu berechnet.Bitte anklicken um das animierte Gif zu sehen (zwei Bilder abwechselnd).

Nachtrag: Ärgerlicher Weise habe ich veraltetes Kartenmaterial erwischt – hier wird das Laufental noch zu Bern und nicht zu Basel-Landschaft gezählt.

Quellen:
QGIS http://www.qgis.org/
ScapeToad http://scapetoad.choros.ch/
Gimp http://www.gimp.org/
BfS http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/02/blank/dos/mittlere/01.html
GADM http://www.gadm.org/download

Hier die beiden Karten als Einzelbilder.

So ist die Bevölkerung auf die Kantone verteilt – Grösse und Farbton geben die Kantonsbevölkerung wieder.

So sind die Kantone im Ständerat vertreten. Die Grösse entspricht in etwa der Anzahl Ständeräte eines Kantons (also zwei für die Mehrheit), der Farbton gibt wie in der oberen Karte die Bevölkerung wieder.

Mein Notfallplan wäre (ohne grundlegende Gebietsreform): Jura, Schaffhausen und 2*Appenzelle bekommen je nur noch einen Ständerat (also insgesamt drei); Zug, Schwyz, Glarus, Obwalden, Nidwalden und Uri teilen sich gemeinsam drei (3) Ständeräte. Mit dieser Lösung wären die betreffenden Gebiete immer noch übervertreten – doch die Sache immerhin etwas abgemildert.
Dazu müsste man wohl auch eine korrigierende Regel fürs Ständemehr einführen – z.B. das Ständemehr kann nur erreicht werden, wenn darin auch min. 40% der Bevölkerung vertreten sind. So könnten zwar immer noch weniger als 50% der Bevölkerung der Mehrheit den Willen aufzwingen – doch es wäre immerhin eine Minderheit von 40% und damit deutlich mehr als die heute möglichen 25%.

2 Gedanken zu „#117 Gemorphte Karte – Schweizer Krebstumor erkannt: Krasse Übervertretung visualisiert

  1. Genau deswegen gibt es den Ständerat und den Nationalrat. Damit kleine Kantone auch noch etwas sagen können ohne im Nationalrat übertönt zu werden.
    Was du forderst ist eine Frankreich-Ähnliche Regierung ohne Mitbestimmung der kleinen Kantone.

    • Es soll mir mal endlich jemand sagen, was denn so besonders an den Bewohnern der Zwergkantonen ist, dass sie dermassen überrepräsentiert sein müssen. Warum brauchen diese Bewohner unbedingt mehr Macht (im Parlament insgesamt) als die Bewohner von Zürich – offenbar sind die Zürcher (Berner, Waadtländer) weniger wert als die „kleinen“ Schweizer?

      Die Welt hat sich verändert seit dem Mittelalter (oder seit Napoleon) – auch Kantone dürfen reformiert, aufgelöst, verteilt werden… Aber konservativer als in der Schweiz geht es nimmer und Gerechtigkeit war bei uns ja noch nie besonders wichtig.

      Was die Regierung (=Bundesrat) in deiner Antwort zu suchen hat verstehe ich nicht.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s