#138 Persönlich – Gedanken von der Finnenbahn

Allgemein bin ich zwar nicht besonders sportlich, doch laufen entspricht meinem Naturell und meinem Körper – so wurde das Joggen zur Sportart, welche ich mehr oder weniger regelmässig und auch mit etwas Ehrgeiz betreibe (sonstige Aktivitäten beschränken sich auf botanisch motivierte Wanderungen, gelegentliches Velofahren (im Radius ~15 km mein bevorzugtes Verkehrsmittel) und eher seltenes Schwimmen).

Wie gesagt laufe ich auch mit etwas Ehrgeiz und möchte natürlich schneller, ausdauernder, besser werden – deshalb führe ich auch „Buch“ über diese Aktivität. D.h. ich laufe hauptsächlich auf einer standardisierten Strecke (= Finnenbahn) und trage eine Stoppuhr mit Zwischenzeitenspeicher auf mir. Hier erwähne ich das nur, um zu illustrieren, dass ich mit einer gewissen „Ernsthaftigkeit“ bei der Sache bin und mich selbst beobachte. Aus dieser Beobachtung heraus ist mir etwas aufgefallen und es gefällt mir überhaupt nicht: Weiterlesen

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#112 ‚Frauensport‘ – ist das nicht an sich sexistisch?

Im Tennis schwelt ein Konflikt zwischen Herren- und Frauentennis – dies, weil man die Preisgelder der Frauen auf das Niveau der Männer anheben möchte. Ich komme auf das Thema, weil es gerade wieder im Tagesanzeiger obenauf schwimmt und ich nach dem letzten versöhnlichen Artikel zum Feminismus auch wieder etwas Lust verspüre, etwas grobschlächtiger dazu zu schreiben.

Erst einmal konkret zum Tennis: Meine ad hoc Meinung ist schon, dass gleiche Leistung zu gleichem Lohn führen soll. Also soll man Preisgelder ruhig anpassen, darob aber nicht die Leistung vergessen: Die Modi der Turniere müssen ebenfalls angepasst werden (überhaupt, was soll das mit zwei verschiedenen Modi? Es wäre ja lachhaft, wenn man beim Laufsport mit zweierlei Längenmass arbeiten würde – wenn 100 m Frauensprint kürzer wäre als 100 m Männersprint). Welcher Modus nun der besser ist, das müssen Tennisexperten entscheiden – „best of five“ garantiert jedenfalls, dass es keine Zufallsgewinner gibt (über drei Sätze entscheidet oft auch Glück und Tagesform). Bedenken zur Gesundheit und Belastung der Athleten soll man dabei ernst nehmen und entsprechend gewichten.

Dann etwas allgemeiner: Wenn eine besondere Frauenklasse gewünscht ist und verkauft werden kann, dann ist natürlich jeder frei eine solche zu schaffen (und zu finanzieren). Weiterlesen

#111 Zum Geschlecht – openmind12

Für alle die sich – wie ich – mit Feminismus etwas schwer tun*: Zwei Videos von der openmind12 der deutschen Piraten. Zwei übersichtliche und eingängige Darstellung von zwei sehr sympathischen Menschen. Besonders der zweite Vortrag von Herrn Stefanowitsch über die Sprache war für mich als Naturwissenschafter so ziemlich mindblowing – äusserst sehenswert!

1. Geschlechterdifferenz und Politik – von Antje Schrupp

2. Sprache und Plattformneutralität – von Anatol Stefanowitsch

Die kurzen Vorträge stellen natürlich bloss einen sehr kleinen Ausschnitt der jeweiligen Themenfelder vor und zwangsweise müssen viele Aspekte weggelassen werden. Dennoch möchte ich meinen – immer gleichen – Kritikpunkt anbringen: Das völlige ignorieren der Biologie.
Ich sage nicht, dass diese Leute quatsch erzählen – im Gegenteil! Weiterlesen

#47 Und wo stehst du im Leben? Historische Frauen mit grossen Leistungen gesucht! (1 Diagramm)

Der Webcomic abstrusegoose.com/51 hat mir so gut gefallen, dass ich ihn hier imitieren möchte.

Ich habe ein ähnliches Diagramm (mit R) mit der Lebenserwartung eines Schweizers angefertigt, hier kannst du dich mit historischen Persönlichkeiten vergleichen. Leonhard Euler war beispielsweise mit 20 Jahren Professor, Napoleon krönte sich mit 35 Jahren selbst zum Kaiser, Thomas Newcomen hat mit 49 Jahren die Dampfmaschine erfunden und was machst du so mit deinem Leben? Jeder Punkt entspricht einem Monat im Leben eines 2009 in der Schweiz geborenen Knaben (Lebenserwartung Männer 2009: 79.8 Jahre = 957.6 Monate). Es sind erschreckend wenig Punkte! Weiterlesen