#119 Statistisches Übersichtsblatt – Schweizer Proportionen

Edit: Neue Karte eingefügt. Wappen korrigiert.

Quellen: Siehe CH_StatSammlung

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#95 Einwohnerverteilung der Schweiz – Gemeindegrössen (10 Diagramme)

Zürich und untere Seegemeinden

Zürich und untere Seegemeinden (Bildautor: Hansueli Krapf, Quelle: Commons Wikimedia)

Wenn man im Kanton Zürich lebt – in der Stadt selbst oder am unteren Seeende, dann vergisst man all zu leicht, dass die erlebte Umwelt nur einem winzigen Teil der Schweiz entspricht. So sage ich beispielsweise gerne, dass ich in einer kleinen Gemeinde von etwas über 15’000 Einwohner lebe – eine typische Grösse für eine Seegemeinde. Nur übersehe ich dabei meistens, dass der Grossteil der Schweizer Gemeinden keine 10’000 Einwohner umfasst!

Um mir ein Bild über die Situation zu verschaffen habe ich einige Statistiken (Stand: 1. Jan. 2010) ausgegraben und zu Diagrammen verarbeitet.

Einige Grundwerte voraus:
– Anzahl Gemeinden Total = 2’584
– Einwohner Total = 7’785’806
– grösste Gemeinde = Zürich ZH (368’677)
– kleinste Gemeinde = Corippo TI (15)

[Gerade bei Zürich sieht man, dass sich im Detail einiges verändert hat – Zürich hat heute (2012) 390’000 Einwohner!]

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#44 Kantonsgrössen nach Einwohnerzahl – Asymmetrien (1 Diagramm)

Wie asymmetrisch ist die Schweizer Bevölkerung eigentlich auf die Kantone verteilt? Ein Diagramm zur Veranschaulichung:
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Bevölkerung der Kantone und Kantonsanteile an der Gesamtbevölkerung - 2009

Das Diagramm zeigt mit den Säulen die absoluten Einwohnerzahlen – auf den Säulen angegeben ist der prozentuale Anteil eines jeden Kantons an der Gesamtbevölkerung. Zur Skala rechts ist zweimal eine kumulative Summe eingezeichnet – in rot von links gezählt, in orange von rechts gezählt. Dazu sind die prozentualen Anteile an der Gesamtbevölkerung einiger Gruppen von Kantonen angegeben.

Die Verteilung ist mehr als nur ein bisschen asymmetrisch. Sie ist völlig schief. Weiterlesen

#43 Bevölkerungswachstum der Schweiz 1970 bis 2009 – nach Kantonen (13 Diagramme)

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wuchs in der Periode von 1970 bis 2009 um 25.7% – von 6’193’064 auf 7’785’806 Einwohner. In 39 Jahren leben hier also ganze 1’592’742 Menschen mehr als 1970. Dabei fiel das Wachstum natürlich nicht für das ganze Gebiet gleichmässig aus. Manche Kantone wuchsen stark, andere weniger stark und einer wurde sogar kleiner (Basel-Stadt).

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Bevölkerungsentwicklung in den Kantonen von 1970 bis 2009 (absolut)

Zuerst die Übersicht in absoluten Zahlen; die kleinen Kantone habe ich durchaus mit Absicht so unübersichtlich belassen – sie sind bezüglich der Einwohnerzahl vernachlässigbar (sichtbar sind sie aber im Diagramm oben):

Die sechs grössten Kantone (ZH, BE, VD, AG, SG, GE) beherbergen zusammen mit 4’555’066 Einwohner unglaubliche 58.5% der Schweizer Wohnbevölkerung! Das heisst die restlichen 20(!) Kantone entsprechen bloss 41.5% der Bevölkerung.

In diesen sechs Kantonen fand auch ein beträchtliches Wachstum statt – in Zürich gar ein beschleunigtes Wachstum, in den anderen ein mehr oder weniger gleichmässiges; in Bern aber blieb die Bevölkerung in etwa konstant.

Die gleichen Daten in einer etwas übersichtlicheren Darstellung  macht die absoluten Zunahmen der Kantone miteinander vergleichbar: Weiterlesen

#31 Alternative Verteilung der Nationalratsmandate (2 Diagramme)

Eine Demokratie bildet in den Parlamenten vor allem die Bevölkerungszahlen ihrer Regionen ab (grosse Kammer). Das kann zu Ungerechtigkeiten in der Finanzierung führen. Ist Beispielsweise eine Region mit wenigen Einwohnern sehr tüchtig und wirtschaftlich überdurchschnittlich erfolgreich, so muss diese Region pro Einwohner mehr zur Finanzierung des Staates (Bundes) beitragen als es ihrer Repräsentation im Parlament entspricht. Arbeitsscheue oder Misswirtschaft betreibende Regionen mit grosser Einwohnerzahl müssen dagegen pro Kopf nur wenig zur Finanzierung des Staates beitragen und behalten dennoch eine hohe Repräsentation im Parlament.

Nun frage ich mal ganz naiv, wie denn ein Parlament aussehen könnte, in welchem beides – die Bevölkerungszahl und die Finanzkraft – berücksichtigt wird. Das Diagramm unten zeigt einerseits den IST-Zustand der NR-Sitze je Kanton; andereseits zeigt sie eine alternative Sitzverteilung nach folgender Berechnung: (Anteil Bevölkerung der Schweiz) + (Anteil dir. Bundessteuern der Schweiz). Also: 100% Einwohner CH + 100% Bundessteuern CH = 200 Nationalratssitze; so kommt beispielsweise Aargau auf: 4.9% der Einwohner CH + 7.7% der Bundessteuern CH = 12.6 => 13 Nationalratsmandate. Zuletzt wird dem grössten Kontingent ein Sitz abgezogen, um die Aufrundungen zu kompensieren.

Alternative NR-Mandatsverteilung nach Bevölkerung und Finanzkraft
Alternative NR-Mandatsverteilung -> Diagramm anklicken und man kann alles entziffern!

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#30 Wieviel Bundessteuern zahlen die Kantone? (4 Diagramme)

(edit: Zum gleichen Thema aktualisiert mit weiteren Daten (NFA) : #33 Geben und Nehmen – von Versagern, Faulenzern und Ausgenutzten)

Nachdem mich gestern die Frage nach der parlamentarischen Vertretung der Kantone in Bundesbern umgetrieben hat, ging ich heute ein wenig der Finanzierung des Apparates nach.

Die wichtigste Einkommensquelle des Bundes ist die direkte Bundessteuer. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen, der Steuer für natürliche Personen und jener der juristischen Personen. Wie viel ein Kanton an den Bund zahlt ist ganz unterschiedlich, korreliert natürlich mit der Bevölkerungszahl – ist in ihren Anteilen aber von Kanton zu Kanton sehr verschieden.

Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, wer bezahlt, der soll auch befehlen. Dieser Faktor kommt in der Mandatsverteilung in Bundesbern überhaupt nicht zur Geltung (und kommt es auch in keinem anderen bekannten demokratischen Staat nicht – leider). In meinen Diagrammen (unten) habe ich nur die direkte Bundessteuer (für 2006) erfasst, den neuen Finanzausgleich zwischen den Kantonen habe ich noch nicht einbezogen. Erst die Analyse wer wirklich Nettozahler oder Nettobezüger ist, liesse wirklich eine Aussage zu – immerhin liefere ich mal eine erste Übersicht.

Direkte Bundessteuern der Schweiz
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#29 Schweizer Parlament – vor den Wahlen Herbst 2011 (7 Diagramme)

Ein erstes Resultat nach ein bisschen Rumspielen mit R. Ein paar Monate vor den Wahlen wollte ich den IST-Zustand der Schweizer Bundespolitik festhalten. Interessiert hat mich auch inwiefern gewisse Kantone in Bezug auf ihren Bevölkerungsanteil der Schweiz im Nationalrat über- oder untervertreten sind.

Das erste Diagramm zeigt schlicht den Zustand des Nationalrats im April 2011.  Seit den Wahlen 2007 kam es zu einigen Veränderungen (siehe dazu den Artikel mit den Diagrammen zu den Wahlresultaten 2007: #40 Schweizer Politik – Wahlen 2007 zur Erinnerung). So kann man die Wahlrergebnisse im Herbst dann sowohl mit den Wahlen von 2007, als auch mit dem Zustand gerade vor den Wahlen 2011 vergleichen.

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Schweizer Nationalrat April 2011

Schweizer Nationalrat April 2011 vor den Wahlen

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