#148 Kirchen: Am Ende geht es doch immer nur ums Geld

Exponenten der Kirchen zeigen immer wieder ausserordentliches Talent mit dämlichen Verdrehungen meinen Blutdruck in ungesunde Regionen zu drücken. Wir kennen das „dein Unglaube ist auch ein Glaube“, das allseits beliebte „du kannst das Nicht-Vorhandensein eines Gottes auch nicht beweisen“, oder „du kannst X nicht erklären, also: Christlicher Gott“.

Auf einer konkreteren Ebene trifft man oft auf folgende freche Unterstellung/ Verdrehung: Bei Leuten die aus der Landeskirche austreten, sei letzlich meist festzustellen, dass die Kirchensteuern den Ausschlag gaben. – Kirchenaustritt als Sparübung sozusagen.

Diese bösartige Fehldeutung zu Propagandazwecken ist so typisch für die Kirchenvertreter. Niemals würden sie die offensichtliche Ursache-Wirkung Beziehung laut aussprechen: Dass man sich dem Verein (der Kirche) nicht mehr zugehörig fühlt (oder gar feststellt, dass die Kirche die eigenen Überzeugungen bekämpft!) und den Verein deshalb auch nicht weiter finanziell unterstützen möchte. – Klar „spart“ man sich so auch die Kirchensteuer, doch die ursächliche Motivation ist das wohl nie.

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#145 Katholisch sein, aber dennoch eine eigene Meinung haben wollen

Was gerade bei (Schweizer) Katholiken immer wieder vorkommt: Sie distanzieren sich von ‚der Lehrmeinung‘. Das geschieht natürlich immer dann, wenn man als ‚giftiger‘ Atheist ihnen die offiziellen Dogmen – IHRES VEREINES – deutsch und deutlich vorhält. Dann heisst es jeweils sehr, sehr schnell: „Du wirst mir doch wohl noch eine eigene Meinung zugestehen! Nicht alles was die katholische Kirche verlauten lässt unterstütze ich auch!“ Weiterlesen

#144 Schweizer Katholiken: Nicht ganz erwachsen.

Der lokale Trachtenverein hat eine neue Vereinsordnung: Frauen sind nicht mehr als Vorstandsmitglieder zugelassen, weiter wurden die Mitgliederbeiträge so angepasst, dass Frauen das Dreifache der Beiträge der Männer zu zahlen haben, ausserdem haben die Stimmen der Frauen bei Abstimmungen nur das halbe Gewicht wie jene der Männer.

Ist das angebracht? Fair? – Offensichtlich nicht.

Ist das möglich? Legal? – Ja sicher! Jeder private Verein darf sich selbst doch so organisieren wie er es selbst mag. Springender Punkt: Es ist schliesslich niemand gezwungen bei diesem Verein mitzumachen.

Passt dir diese frauenfeindliche Vereinsordnung etwa nicht? Dann hast du zwei Handlungsmöglichkeiten: Weiterlesen

#137 Ekstase, Rausch & Trance

Wo Religion eine (menschlich, kulturell) wichtige Rolle spielen könnte und sollte, tut sie es bei uns gerade nicht. Unsere lahmen, zivilisierten Hippie-Jesus Kirchen leisten allenfalls noch etwas in der Armenfürsorge – ansonsten sind sie bedeutungslos. Zum Glück vielleicht.

Ich finde es aber doch recht auffallend, dass die ursprünglichen Religionen – überall in der Welt – immer auch für die ekstatischen Belange zuständig sind. Nur im Christentum – und eigentlich sogar nur im westeuropäischen Christentum (us-amerikanische charismatische Strömungen und Orthodoxie teilweise kennen Ekstase nach wie vor) – haben die Kirchen diesen Teil des Mensch-seins und der Gemeinschaft systematisch unterdrückt, ausgerottet oder wenigstens aus ihrem Zuständigkeitsbereich verbannt.

Gar nicht selten hört man von Kirchenvertretern verurteilende Worte über sogenannte Ersatzreligionen: Fussball, Saufgelage und ähnliches. Auf mich wirkt das reichlich ironisch – waren es doch gerade die Kirchen selbst, welche diese fundamental menschlichen Bedürfnisse nicht mehr abdecken wollten.

Mit Interesse und Freude suche ich auf Youtube manchmal entsprechende Belege Weiterlesen

#91 Ostern – Freitage, Religion und Demokratie

Die Karwoche ist vorbei und Ostern stehen an – ich geniesse die „kleinen Ferien“ und andere säkulare Aktivisten prangern einmal mehr die Einmischung von Religion ins öffentliche Leben an (bzw. das Aufzwingen christlicher Gebräuche auf Nicht-Gläubige). Gemeint ist natürlich das Tanzverbot, auch allgemeiner das Verbot von öffentlichen Anlässen an „hohen“ christlichen Festtagen.

In der Blogosphäre war vorab mehr aus Österreich zu hören, aber auch in der Schweiz gab es offenbar eine (unabsichtliche) Kollision (Fussball an Karfreitag, soweit ich weiss – oder erst an Ostern? – Ich bin weder Fussballfan noch religiös…). Überrascht haben dann aber die Deutschen mit der doch recht eindrücklichen Aktion vor dem Kölner Dom


via: AtheistMediaBlog

Nun lese ich aber an unerwarteter Stelle folgendes (Kontext hier):

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#86 Evangelikaler Wahn

Gelegentlich durchforste ich die WordPress-Tags (de.wordpress.com/tag/Suchwort) nach interessantem Stoff für mich. Dabei bin ich auf folgenden Artikel auf dem Blog „endofthefalsereligion“ gestossen – zum lesen bitte Bild anklicken und vergrössern: Weiterlesen

#82 Meine kleine Christenumfrage

Zu Beginn dieser Woche habe ich eine kleine Umfrage (mit Google Docs) gestaltet, diese in einigen christlichen Foren gepostet und höflichst um Teilnahme gebeten (mich aber sonst nicht weiter darum gekümmert). Auch auf Twitter habe ich es mal an einige Institutionen getweetet – doch davon habe ich mir ohnehin nicht all zu viel versprochen.

Bis heute haben sich immerhin 19 Personen daran beteiligt und die Antworten sind auch durchaus schon interessant ausgefallen. Doch zuerst noch meine Umfrage und Intention kurz vorgestellt: Weiterlesen

#62 Tweets für masochistische Atheisten

Den Gegner im Auge zu behalten ist nur gesund – obsessives Nachstellen kann das eigene Wohlbefinden aber mindern… Soweit meine Warnung.

Wer seine masochistische Seite ausleben möchte, dem seien folgende Schweizer Twitteradressen empfohlen:

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#59 Disput Berlin – Philipp Möller (Video)

Eine Podiumsdiskussion zur These „Ohne Religion wäre die Welt besser dran“.
Alle acht Beiträge sind sehenswert (bis vielleicht auf Frau von Thurn und Taxis). Herausragend ist Philipp Möllers konzise Darstellung der atheistischen Position.

Echt bewundernswert wie kompakt, treffend und humorvoll er die Kritik anbringt.

Man vergleiche dazu Herrn Matusseks Beitrag; dieser ergiesst sich erst einmal Weiterlesen