#144 Schweizer Katholiken: Nicht ganz erwachsen.

Der lokale Trachtenverein hat eine neue Vereinsordnung: Frauen sind nicht mehr als Vorstandsmitglieder zugelassen, weiter wurden die Mitgliederbeiträge so angepasst, dass Frauen das Dreifache der Beiträge der Männer zu zahlen haben, ausserdem haben die Stimmen der Frauen bei Abstimmungen nur das halbe Gewicht wie jene der Männer.

Ist das angebracht? Fair? – Offensichtlich nicht.

Ist das möglich? Legal? – Ja sicher! Jeder private Verein darf sich selbst doch so organisieren wie er es selbst mag. Springender Punkt: Es ist schliesslich niemand gezwungen bei diesem Verein mitzumachen.

Passt dir diese frauenfeindliche Vereinsordnung etwa nicht? Dann hast du zwei Handlungsmöglichkeiten: Weiterlesen

#83 Die Neuen Atheisten – dargestellt vom Feuerbringer (mit Video)

Ein Vortrag von Andreas Müller (Feuerbringer, Aufklärung 2.0) über „die neuen Atheisten“ ist als Youtube-Video erhältlich! Mir war das Schlagwort „Neuer Atheismus“ immer nichtssagend und ich habe es bisher eher als Etikettierung der theistischen Defensive verstanden. A.M. stellt den „Neuen Atheismus“ aber als Bewegung, mit ihren Argumenten und wichtigsten (angelsächsischen) Autoren vor – erhellend für mich war vor allem die Darstellung innerer Misstöne (Eifersuchtsgeschichten „alter Atheisten“, Kuschelatheisten, säkulare Ideologie/Misskonzepte).

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#62 Tweets für masochistische Atheisten

Den Gegner im Auge zu behalten ist nur gesund – obsessives Nachstellen kann das eigene Wohlbefinden aber mindern… Soweit meine Warnung.

Wer seine masochistische Seite ausleben möchte, dem seien folgende Schweizer Twitteradressen empfohlen:

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#46 Staatskirche – aus atheistischer Sicht

Kann auch ein Atheist etwas Gutes an Staatskirchen sehen? Eventuell kann ich das – jedoch nur unter zwei grossen Vorbehalten.

Das gute an Staatskirchen ist doch, dass die breite Masse in eine gemässigte Religionsausübung geleitet wird. Ich lebe doch viel lieber unter all diesen Wischi-Waschi-Christen als unter Hardcore-Pfingstgemeinden, esoterischen Sekten oder einer muslimischen Mehrheit.

Vielleicht kann man es als eine vorbeugende Besetzung von „Religionsrezeptoren“ in der Gesellschaft sehen. Sind alle schon in einer gemässigten Kirche, dann kann vielleicht auch weniger schädliches, radikales Gedankengut durch die Köpfe der Schäfchen geistern.

Staatskirchen als Jodtabletten Weiterlesen

#38 Argumente für Religion

Es gibt drei Argumente die zur Befürwortung von Religionen führen können:

1)  Eine spezifische Religion ist wahr.

2)  Religion ist nützlich.

3)  Atheismus ist schädlich.

Den merkwürdigsten Punkt finde ich dabei den Ersten. Punkt zwei und drei kann ich verstehen – ich bin zwar gegenteiliger Meinung, aber ich kann verstehen, dass Menschen aus Fehlinformationen oder Trägheit zu jenen Überzeugungen kommen. Wie aber jemand davon überzeugt sein kann, dass eine bestimmte Religion wahr sein soll kann ich nicht verstehen (erstaunlicher Weise sind auch immer alle davon überzeugt, dass ihre eigene Religion – in die sie hinein geboren wurden – „die Richtige“ sei).

Prinzipiell kann man über die Existenz oder Nichtexistenz eines Gottes nichts sagen – beides ist grundsätzlich denkbar, beide Meinungen werden vertreten. Wie jemand aber behaupten kann dieser Gott sei der „christliche Gott“ und gerade die katholische, lutherische, zwinglianische, calvinistische oder (gar) anglikanische Art ihn zu verehren sei „die Richtige“ – ist mir völlig unbegreiflich. Wir alle kennen doch auch etwas Kirchengeschichte, wissen Bescheid über die kanonisierung der Bibel und Weiterlesen

#28 Die Kirchensteuer in der Schweiz – eine Übersicht


[pdf] Die Kirchensteuer in der Schweiz – eine Übersicht (mit Quellenangaben)

UPDATE: Der Wikipediaartikel zu den Kirchensteuern in der Schweiz wird auch immer besser – unbedingt konsultieren!

Eine zusammenfassende Übersicht zur Situation der Kirchensteuer in der Schweiz. Typisch Schweiz hat man es mit 26 verschiedenen kantonalen Gesetzgebungen zu tun – deshalb sei darauf hingewiesen, dass die drei bevölkerungsreichsten Kantone (Zürich, Bern und Waadt) 37.5% aller Einwohner ausmachen. Weiterlesen