#149 Matt Inman (The Oatmeal): Jibbers Crabst

Köstliche Parabel zum Thema Gottglauben, Beweisbarkeit und psychologischer Schwächen/Gegebenheiten.

Gegen den Schluss des Vortrags nimmt Inman (unausgesprochen) Bezug auf Sartres Existenzialismus. Nur um am Ende in aller Lächerlichkeit die phonetische Ähnlichkeit von „Jibbers Crabst“ und „Jesus Christ“ überdeutlich zu machen.

Hier geht es zur Site von Inman dem Cartoonisten: The Oatmeal

#147 So spricht ein ev.-ref. Bischof

Bischof kann seinen Glauben nicht schlüssig begründen: Mystik und Bedürfnis nach Orientierung führen doch nicht logisch zu „Christentum“ – und er weiss das natürlich auch. Ganz am Schluss ist er noch ehrlicher, da formuliert er sein Bedürfnis nach Rache (aka „eine andere Gerechtigkeit“, sprich ewiges Höllenfeuer für „die Bösen“).

Das Gespräch insgesamt aber sehr angenehm und mit den Eingeständissen des Bischofs, dass es bald einer institutionellen Korrektur bedarf, auch hoffnungsvoll.

#146 Was katholische Bischöfe öffentlich sagen

Zitat

„Einem Volk ohne Gott fehlt die Mitte; ein Volk ohne Gott gleicht einer hohlen Fassade ohne wohnlichen Kern. Der Schritt ist nicht weit: Von einer geistig entkernten Gesellschaft zum gewissenlosen Menschen, der keine innere Verpflichtung mehr spürt; zum rastlosen Menschen, der um Stille und Besinnung nicht mehr weiß; zum apathischen Menschen, dem das geistliche Rückgrat gebrochen wurde; oder gar zum aggressiven Menschen, der (…) für Ideologien anfällig wird und seine innere Spannung und geistliche Not an anderen abreagiert.“

– Erzbischof Zollitsch, 14.01.2014 (Hervorhebung von mir)

Quelle: http://www.ebfr.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&m=19718&artikel=29920&cataktuell=955 (Audio ganz unten)

Besprechung: http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/deutschland/1389999600/zollitsch-volk-ohne-gott-gleicht-hohlen-fassade

Via: http://blasphemieblog2.wordpress.com/2014/01/18/zollitsch-volk-ohne-gott-gleicht-einer-hohlen-fassade/

#143 mit Religiösen über Religion sprechen – Vorbedingung

Über die Sache Gott und Religion streite ich mich immer mal wieder gerne mit Bekanntschaften. Und wenn ich „streite“ schreibe, so meine ich damit weniger eine Eskalation der Gehässigkeiten, sondern ein engagiertes und pointiertes Gespräch. Und ich geniesse das auch sehr – ich streite mich gerne (auch wenn ich nicht unbedingt besonders gut darin bin…).

Allgemein halte ich es so, dass ich meine Überzeugung nicht von mir aus ausbreite – wenn ich aber zum Thema angesprochen werde, oder wenn ich gröbste Pauschalisierungen oder Vereinnahmungen höre, dann antworte ich auch und verstecke meinen Atheismus auch nicht.

Mal um mal muss ich aber feststellen, wie geistig unflexibel diese Gläubige in aller Regel sind. Unglaublich stur setzen sie ihre Behauptungen als gegebenen Fakt voraus und sind nicht fähig einfach mal vorläufig einer hypothetischen Alternative zu folgen.

Beispiel

CHRIST: Schau dir doch an, wie gut wir es in Europa haben. Andere Erdteile – ohne Christentum – haben es nicht so gut.

ICH: Die Vorzüge die wir hier geniessen sind aber nicht religiösen Ursprungs. Uns geht es gut, weil wir in Demokratien leben, weil wir eine Aufklärung erlebt haben, weil es einen Wettstreit der guten Ideen/Meinungen gibt (die man auch frei äussern kann).

CHRIST: Alles was du genannt hast stammt aber auch – als Keim – aus dem Christentum. Fakt bleibt: z.B. eine Aufklärung fand im CHRISTLICHEM Europa statt. Wenn du diesen Zusammenhang abstreitest, dann musst du auch eine alternative Erklärung bieten!

MEIN GEDANKE: Selbstverständlich haben auch christliche Denker an der Aufklärung mitgewirkt, auch war die Reformation einer der ganz grossen Impulsgeber – alles unbestritten. Dennoch musste jeder noch so kleine Fortschritt aufs Bitterste von der christlichen Religion und ihren Hohepriestern abgerungen werden. Weiterlesen

#109 Zombie Jesus befördert Kannibalismus

Christen mögen es überhaupt nicht, wenn man zwei simple Fakten ihres Glaubens hervorhebt:

1. Der auferstandene Jesus entspricht der Definition dessen was ein Zombie ist.

2. Jesus/ der christliche Glaube zelebriert mit dem Abendmahl einen symbolischen Kannibalismus.

Besonders bizarr ist dabei der katholische Glaube, da der NICHT von einer symbolischen Handlung ausgeht. Katholiken täuschen also den Glauben vor, tatsächlich echtes Jesus-Fleisch und echtes Jesus-Blut zu verschlingen. Ja – ich schrieb effektiv „täuschen vor“, denn trotz allem bin ich der festen Überzeugung, dass auch die Katholiken halbwegs normale und vernünftige Menschen sind.

Es wird sich ähnlich verhalten, wie wenn man einen Muslimen fragt, wo die grösste Moschee der Welt zu finden sei… Als Muslim Weiterlesen

#105 „Gott leugnen“

Als Atheist fehlt mir der Glaube an einen (oder mehrere…) Gott. Aus meiner Perspektive ist es nicht so, dass ich daran glaube, dass es keinen Gott gibt. Die Analogie mit dem Osterhasen macht es sehr anschaulich: Wir haben uns nicht zu einem Anti-Glauben entschieden – uns fehlt schlicht der Glaube an den Osterhasen.

Von religiöser Seite muss man sich natürlich anderes sagen lassen… Atheismus sei auch ein Glaube und andere Verwirrungen. Früher wurde eine ganz eigentümliche Formulierung in dieser Sache benutzt – und man findet sie häufig Weiterlesen

#101 Evoluierte Religion – Begriffe ohne klare Bedeutung

Es ist schon erstaunlich, wie viele Begriffe des alltäglichen Lebens keine einheitliche oder eindeutige Bedeutung haben. „Glück“ ist beispielsweise so ein Begriff – im Allgemeinen vielleicht noch als „Abwesenheit von Leid“ zu Umschreiben, konkret betitelt Glück für verschiedene Menschen völlig unterschiedliche Dinge. Daneben ist „Glück“ auch noch mehrdeutig – ich spreche hier natürlich nicht von „Glück“ im Sinne eines „Zufallsergebnis positiven Ausgangs“. Beide Effekte (die Mehrdeutigkeit und die unscharfen Definitionen) führen zu sehr schwammigen und dehnbaren Begriffen.

Auffallend fand ich schon immer, dass gerade die vermeintlich schwergewichtigen Begriffe „Gott“ und „Religion“ – obwohl omnipräsent und für unser Kulturverständnis zentral – völlig unklar sind. Offensichtlich verbirgt sich hinter dem Wort „Gott“ ein Gottesbegriff, der aber je nach Religion, Kultur, Zeitraum oder politischer Grosswetterlage unterschiedlich ausfällt. Besonders auffallend ist auch, dass gerade die grossen (christlichen) Konfessionen keine Definition von „Gott“ (oder Gott? – jetzt bin ich verwirrt…) geben können – das ist schon einigermassen erstaunlich (oder doch nicht erstaunlich? Ich komme darauf zurück).

Interessant finde ich auch, dass man keine umfassende Definition für „Religion“ gefunden hat (siehe auch Wikipedia/Religionsdefinition). Man kann das Phänomen Religion also nicht klar von anderen Phänomenen (z.B. Herrschaftslegitimation, Heilkunde, soziales Engagement, Kunsthandwerk, …) trennen. Dies rührt einerseits von der unglaublichen Vielfalt an auf der Erde manifestierten „Religionen“ her: Braucht Religion einen Gott? Wie steht es um den Polytheismus? Braucht Religion Vorsprecher? Inwiefern sind andere Ideologien von Religion abzutrennen („Politreligion“)?

Andererseits ist „Religion“ als Kategorie kaum zu definieren, weil Weiterlesen

#97 Die Zehn Gebote – eine peinliche Geschichte

Immer wieder werden die biblischen Zehn Gebote gerühmt – als Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens (wie unlängst der ehemalige Bundesverfassungsrichter Di Fabio), als Ursprung einer humanen Gesetzgebung oder als strahlendes Beispiel des überragenden moralischen Massstabs der Bibel. So kennen wir die Zehn Gebote vor allem als Propagandavehikel der katholischen Kirche – in zurechtgelegtem Gebote-Katalog. Die konkreten Bibelworte kennt kaum einer, doch diesen will ich hier nachgehen und schauen, was mir die grossen Zehn Gebote zu sagen haben.

Die zurechtgelegten Zehn Gebote wie sie in der Bibel nicht zu finden sind.
(Bildautor: 4028mdk09; Quelle: Commons Wikimedia)

Wie immer wenn man die Bibel zur Hand nimmt gibt es nicht nur eine Version, sogar bei den zehn Geboten gibt es zwei Varianten: Eine erste findet sich in Exodus 20, eine zweite in Deuteronomium 5. Im Gegensatz zu anderen Geschichten sind die Varianten jedoch erfrischend ähnlich und widersprechen sich grundsätzlich nicht. Ich halte mich hier an die erste Version aus der Lutherbibel von 1984.

Version 1 – Exodus 20 Vers 2-17

2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.

3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Weiterlesen

#89 Liebe Agnostiker und Wahrscheinlichkeits-Theisten

Wer a. sagt, muss auch b. sagen…

UPDATE! (Erste Version wurde nachträglich entfernt)

Anmerken sollte ich vielleicht noch, dass dies nicht meiner Überzeugung entspricht. Ich lasse mich hier quasi auf das Spiel ein (a. wird schliesslich oft von theistischer Seite als Argument gebracht) und befolge die Spielregeln. Weiterlesen

#86 Evangelikaler Wahn

Gelegentlich durchforste ich die WordPress-Tags (de.wordpress.com/tag/Suchwort) nach interessantem Stoff für mich. Dabei bin ich auf folgenden Artikel auf dem Blog „endofthefalsereligion“ gestossen – zum lesen bitte Bild anklicken und vergrössern: Weiterlesen